Fachwissen

Photovoltaik vs. Solarthermie

Die Photovoltaik

Der Begriff Photovoltaik leitet sich aus dem griechischen Wort für Licht (φῶς, phos) sowie aus der Einheit für die elektrische Spannung (Volt) ab und ist ein Teilbereich der Solartechnik.

Aufbau und Funktion

Mittels Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) wird Lichtenergie in elektrische Energie umgewandelt. Die Stromerzeugung erfolgt dabei mithilfe von Photovoltaikmodulen. Dabei werden einzelne Solarmodule meist in Reihe zu sogenannten Strings geschaltet. Diese Module erzeugen Gleichstrom, welcher bei netzgekoppelten Anlagen mithilfe eines Wechselrichters in Wechselstrom umgewandelt wird. Somit können alle, im Haushalt üblichen, elektrischen Geräte mit Strom betrieben werden.

 photovolotaik

Die Solarmodule werden meist auf Unterkonstruktionen befestigt, um einen höchstmöglichen oder möglichst gleichbleibenden Energieertrag über das Jahr zu gewährleisten.

Neben Dachflächen werden Schallschutzwände und Freiflächen zur Energiegewinnung genutzt. Wichtig ist die möglichst optimale und unverschattete Ausrichtung, um einen optimalen Ertrag zu erzielen.

Einspeisevergütung oder Eigenverbrauch?

Was ist sinnvoll? Einspeisung (mit Stromzukauf) oder Eigenverbrauch (mit Überschuss-Einspeisung)? Beides ist möglich und kann lukrativ sein.

Über einen Zeitraum von 20 Jahren erhalten die Betreiber von Photovoltaikanlagen eine staatlich garantierte Einspeisevergütung, also eine Vergütung für eingespeisten Strom in das öffentliche Stromnetz. Damit wird den Besitzern von Photovoltaikanlagen eine krisenfeste und risikofreie Sicherheit für ihre Investition geboten.

Mittlerweile jedoch liegt der Strombezugspreis deutlich über der staatlich garantierten Einspeise¬vergütung. Unter finanziellen Gesichtspunkten empfiehlt sich daher ein möglichst hoher Eigenverbrauch des selbst produzierten Stroms.

Damit erhöht sich auch die persönliche Unabhängigkeit von den Energieversorgern und deren Strompreisgestaltung. Der Anteil des Eigenverbrauchs lässt sich mit einem Solarstromspeicher sogar noch steigern und wird vom Bund gefördert.Zusätzliche, staatliche Subventionierungen, wie etwa durch die KfW, machen diese Systeme zusätzlich interessant.

Die Solarthermie

Unter Solarthermie wird die Umwandlung der Sonnenenergie in nutzbare thermische Energie verstanden. Diese Wärme wird zur Unterstützung der Heizungen sowie zur Warmwasseraufbereitung genutzt.

Funktion und Technik

Eine thermische Solaranlage besteht aus Sonnenkollektor, Pufferspeicher, Wärmetauscher, Steuerungseinheit, Ausgleichsbehälter, Rücklauferhitzer und der Verbrauchsstelle.

Der wohl wichtigste Teil ist der Solarthermie-Kollektor. Meist in schwarz gehalten, um die höchstmögliche Menge an Energie zu „sammeln“, wird er zum größten Teil auf Hausdächern (Aufdachanlagen) angebracht.

Dieser Kollektor wandelt die Strahlung der Sonne in Wärme um und überträgt sie auf ein Wärmeträgermedium, welches sich zwischen dem Kollektor und dem Warmwasserspeicher befindet.

Sobald das Wasser am Kollektor wärmer als das Wasser am Warmwasserspeicher, schaltet sich die Steuerungseinheit der Solarheizung ein. Durch eine Pumpe wird das Wasser in den Speicher transportiert und die Wärme für die weitere Nutzung bereitgestellt. Für den Fall, dass die Solarheizung nicht genügend Wärme erzeugt, schaltet sich die Heizungsanlage ein.

Kosten und Wirtschaftlichkeit der Solarthermie

Die Kosten für die Solarthermie hängen von der Art der Solarheizung ab. Anlagen zur Brauchwassererwärmung sind kostengünstiger.

Einen Kostenvoranschlag für Ihre Solarthermieanlage erhalten Sie von den Kooperationspartnern der DINTER-Gruppe, die wir Ihnen gerne weiterempfehlen.

Darüber hinaus sollten Interessenten unbedingt auf die Qualität achten. Gütesiegel wie die DIN-Zertifizierung oder der Blaue Engel trennen die Spreu vom Weizen und bewahren vor bösen Überraschungen. Auch die Stiftung Warentest oder Ökotest haben Tests durchgeführt und können wertvolle Anhaltspunkte liefern.

Wer diese Punkte beachtet, kann auf lange Sicht einige Tausend Euro an Heizkosten sparen. Eine genaue Kalkulation erhalten Sie bei den Fachbetrieben für Solarthermie.

Fördermöglichkeiten helfen

Natürlich sind die Anschaffungskosten für Solarthermie für die meisten Hausbesitzer kein Pappenstiel. Doch dank der vielfältigen Förderungsmöglichkeiten können diese Kosten drastisch gesenkt werden.

Die wichtigsten staatlichen Förderprogramme sind die der BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) und der KfW-Bankengruppe. Die höheren Fördergelder gibt es bei der BAFA. Zu beachten ist allerdings, dass die Förderung durch die BAFA nur für den Bestandsbau gilt.

Alle weiteren Voraussetzungen erfahren Sie direkt auf den jeweiligen Websites oder im persönlichen Gespräch mit dem zuständigen Berater.